Nachrichten | 11.03.2010 | 06:00 UTC
Indirekte Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern geplatzt
KAIRO/ JERUSALEM: Angesichts des geplanten Ausbaus jüdischer Siedlungen in Ostjerusalem sind die indirekten Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern geplatzt. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas kündigte gegenüber der Arabischen Liga an, dass er den Gesprächen fernbleiben werde. Damit seien die Verhandlungen gestoppt, sagte der Generalsekretär der Liga, Amre Mussa, in Kairo. Zuvor hatte es auch innerhalb der israelischen Regierung deutliche Verärgerung über die Entscheidung des Innenministeriums gegeben, in dem von ultra-orthodoxen Juden bewohnten Ost-Jerusalemer Stadtteil weitere 1600 Wohnungen zu bauen. Scharfe Kritik kam zudem aus den USA und der EU. US-Vizepräsident Joe Biden nannte den Siedlungsbau bei einem Treffen mit der Palästinenserführung "nicht akzeptabel".


